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| Anti-BILD-Briefkasten-Aufkleber von lifesoundsreal.de |
Sie ist das Zugpferd des Springer-Konzerns, polarisiert wie kein anderes Medium und ist dennoch schon lang keine eierlegende Wollmilchsau mehr wie noch vor einigen Jahren: Die Rede ist natürlich von der BILD-Zeitung.
Starke und stetige Auflagenverluste muss das Blatt von Quartal zu Quartal immer wieder hinnehmen. Allein von 2009 bis 2011 sank die täglich verbreitete Auflage um fast 600.000 auf mittlerweile 3,4 Millionen Exemplare. Das sind beachtliche 15 %. Egal scheint dieser Fakt dem Springer-Konzern nicht zu sein. Denn das Blatt lebt nun einmal von populistischen Aufmachern, inszenierten Skandalen, Hetzkampagnen, Lügen und ausgefallenen Aktionen. Während seriöse Medien von ihrer zuverlässigen Qualität leben, überlebt die BILD allein durch ihre allgegenwärtige Präsenz in den Köpfen und Gesprächen der Leute. Nur somit lassen sich all die anderen gewinnversprechenden Dinge, wie die mittlerweile sehr populären "VOLKS-Produkte" bewerben und verkaufen.
Die BILD benötigt Aktionen und Events um für Aufsehen zu sorgen und stetig den Eindruck zu erwecken, der Anwalt des "kleinen Mannes" zu sein. Eine besonders ausgefallene Aktion steht Deutschland nun wieder am 23. Juni bevor.
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| Ein "Geschenk" für die BILD-Zeitung: Die Mailbox-Affäre um Wulff. |
Die Empörung bei Springer- und BILD-Gegnern ließ nach dieser Meldung natürlich nicht lang auf sich warten. Schließlich will nicht jeder Geschenke von Springer annehmen. Während manch einer über Anti-BILD-Aufkleber für den Briefkasten nachdenkt, gebe es laut Lawblogger Udo Vetter die Möglichkeit, sich direkt an Springer zu wenden:
"Überdies gibt es nun auch eine ganz neue Entscheidung des Landgerichts Lüneburg, die für BILD-Verweigerer einen juristisch vielversprechenderen Weg aufzeigt. Das Urteil (früherer Bericht im Blog) sagt nämlich klipp und klar, dass Postwurfsendungen jedenfalls dann unzulässig sind, wenn der Empfänger beim Absender widersprochen hat. Ich werde also mal einen kleinen Brief (vorab als Fax) an den Axel Springer Verlag senden und fordern, mich aus der Empfängerliste zu streichen. Sollte dann doch die BILD im Briefkasten sein, wird man über Unterlassungsansprüche nachdenken können.
Inhaltlich kann man sich bei einer Absage an BILD gut am Musterschreiben orientieren, das der Kölner Rechtsanwalt Andreas Schwartmann veröffentlicht hat."
"Axel Springer AG
Axel-Springer-Straße 65
10888 Berlin"
Wichtig ist, dass egal in welcher Form, viele Leute mitmachen und Springer Paroli geboten wird. Vielleicht sollte man diese größenwahnsinnige Aktion vielmehr als Chance dafür erachten, Springer zu zeigen, dass Deutschland noch genügend mündige Bürger hat, die sich nicht zum Spielball eines fragwürdigen Medienkonzerns machen lassen wollen. An jeder zugestellten und somit verbreiteten Zeitung verdienen die BILD-Macher. Nicht wir bekommen von Springer eine Zeitung geschenkt - Springer bekommt Werbeeinnahmen und Aufmerksamkeit von uns geschenkt.
UPDATE: Hier kann man die Jubiläums-BILD direkt per Formular abbestellen bzw. boykottieren. Schon jetzt haben sich über 200.000 Leute in die Liste eingetragen. Die Distribution und Verteilung übernimmt übrigens die Deutsche Post, wie Springer verkündete.
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1 Kommentare:
Vielen Dank für die Erwähnung und Verlinkung! Den Aufkleber gibt es inzwischen auch als PDF zum Download und Ausdrucken.
Und die Reaktionen darauf könnt ihr übrigens hier noch ablesen:
http://www.lifesoundsreal.de/2012/01/aufkleber-keine-gratis-bild-springer.html
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